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Altersgerecht gestalten
So bleibt der Garten pflegeleicht. (20.08.2009)
Bei aller Liebe zum Garten wird die dazugehörige Arbeit –
besonders von älteren Menschen - nicht immer nur als Entspannung empfunden. Je
nach körperlicher Verfassung kann die eigentlich beglückende Arbeit auf die
Dauer als recht beschwerlich wahrgenommen werden. Wer auf den Ausgleich, den
die Gartenarbeit bietet, auch in zunehmendem Alter nicht verzichten möchte,
sollte rechtzeitig vorsorgen.
„Die Berücksichtigung der
Bedürfnisse älterer Menschen im Garten ist bei vielen Gartenplanern noch nicht
ins Bewusstsein gerückt“ meint Katja Richter, die mit ihrem Büro „grünwerk“ in
Freiburg Mitglied im Beratungsnetzwerk gartenberatung.info ist. Dabei seien
gerade Menschen im Ruhestand in der Lage, viel Zeit in ihrem Garten zu
verbringen und verfügten darüber hinaus meist über einen reichen
Erfahrungsschatz an Gartenweisheiten, der nicht brach fallen solle.
Mit einem Rollhocker
beispielsweise könnten die unvermeidbaren Arbeiten am Boden bequemer
durchgeführt werden. Ein kleiner Gartenpoller leiste beim Ziehen des
Gartenschlauches große Hilfe. Eine zweirädrige Schubkarre könne auch mit einer
Hand geschoben werden, während die andere Hand für eine Gehhilfe frei bleibe.
„Bei den Gartengeräten tauchen immer wieder neuartige, zum Teil
gewöhnungsbedürftige Varianten auf, die helfen sollen, die eingesetzte Kraft
möglichst effektiv zu übertragen,“ erzählt die Badenerin. Wichtig sei, bei
allen Geräten auf ein leichtes Material und ein der Körpergröße angemessenes
Gerät zu achten.
Auch mit der richtigen
Pflanzenauswahl könne Arbeit reduziert werden, sagt Simon Herda, Gartenberater
aus dem holsteinischen Seth. „Beerensträucher werden mittlerweile als
rückenfreundliche Hochstämme angeboten, Obstbäume auf schwach wachsenden Unterlagen
bleiben deutlich kleiner.“ So könne ohne Leiter geerntet werden. Denn wie im
Haushalt berge auch im Garten der Einsatz von Steighilfen das größte
Unfallrisiko. „Ein Hochbeet ist nicht nur leichter zu bearbeiten“, sagt der
Norddeutsche „es gibt dem Garten eine zusätzliche vertikale Struktur.“
Ein Staudenbeet erfreut
jedes Jahr aufs Neue, ganz ohne jahreszeitliche Neupflanzungen. Der
Staudenexperte Volker Eschenbach aus Seebruck empfiehlt den Fundus der
Duftpflanzen auszuschöpfen: „Gerade im Alter sollte man diesen sinnlichen
Aspekt hervorheben. Nicht nur Rosen und Lavendel, auch Stauden wie Monarden und
Duftnesseln, Nachtviolen und Steinkraut oder ein begehbarer Duftrasen aus
Teppichkamille lassen einen die Stunden im Garten besonders genießen.“ Und wer
geschickt plane, erhalte pflegeleichte Flächen, die Unkräutern wenig Chance
ließen.
„Wer doch im Alter auf
pflegeintensive Prachtstauden- und Sommerblumenbeete nicht verzichten will,
sollte einfach mit einem Landschaftsgärtner des Vertrauens einen Pflegevertrag
abschließen“, ergänzt Tjards Wendebourg, beim traditionsreichen Verlag Eugen
Ulmer für die führende Landschaftsgärtner-Fachzeitschrift „DEGA GALABAU“
zuständig. Damit ließen sich auch mit überschaubarem Budget anspruchsvolle
Gestaltungen erhalten.
„Damit alle Gartenwinkel
auch später noch gut begehbar sind, ist auf trittsichere Beläge und sanfte
Steigungen zu achten, ergänzt Landschaftsarchitekt Wolfgang Aldag aus Halle.
Holz werde in nassem Zustand zum Beispiel schnell schlüpfrig, könne aber mit einer
Auflage aus Hasendraht sicherer gemacht werden, erzählt seine Netzwerkkollegin
Katja Richter. „Wer auf die romantische Wirkung von Kiesflächen nicht
verzichten will, kann diesen mit einem Unterbau aus Kunststoffwaben
stabilisieren.“ Ein Geländer an der richtigen Stelle biete nicht nur
zusätzliche Sicherheit, es könne auch sinnvoll als gestalterisches Element
eingesetzt werden. Hier helfen die Fachberater aus dem Netzwerk
Gartenberatung.info im gesamten deutschsprachigen Raum bei der Wahl altersgerechter
Gestaltungselemente.
Nicht zuletzt sollte an
ausreichende Ruheplätze gedacht werden, meint Katja Richter. Und: eine Mauer
sei immer wieder die ideale Lösung: „Das ansprechend gestaltete Bauwerk kann
jederzeit als spontane Sitzgelegenheit
genutzt werden. Sie wirkt dadurch viel ungezwungener als eine feste
Sitzgruppe.“ Und mit einer Sitzhöhe von 65 cm fällt auch älteren
Gartenliebhabern das Hinsetzten und Verweilen nicht schwer!
Text:
www.gartenberatung.info
Krisensicherer Urlaub - das eigene Grundstück zum Ferienparadies
gestalten
Wie sich die schönsten Wochen des Jahres erholsam und dennoch
günstig erleben lassen. (15.03.2009)
Am Urlaub wird gespart, Die Reiselust sinkt. So
oder ähnlich steht es täglich in der Zeitung. Zwar hat die viel beschworene
Krise beim Verbraucher überhaupt noch nicht richtig angekommen. Dennoch halten
die die ersten Konsumenten bereits jetzt den finanziellen Atem an. Dabei lohnt
es sich, aus der sogenannten Not eine Tugend zu machen: das Portal
gartenberatung.info schlägt vor, das Urlaubsbudget in die Verschönerung des
Gartens zu stecken und gleich doppelt und dreifach zu profitieren.
Sei es
aus bereits bestehender Not, sei es aus Vorsorge oder Sparsamkeit, die Deutschen
halten ihr Geld zusammen. Entweder wird der Urlaub ganz gestrichen, oder es
fällt zumindest der sogenannte Zweit- und Dritturlaub weg. Urlaub im Sinne
freier Zeit aber haben die Menschen natürlich trotzdem, und auch ohne weite
Reisen würden sie diesen gerne schön gestalten. Das ist durchaus möglich und
machbar. Eigener Garten oder Balkon, Kleingarten oder Hinterhof und sogar die
Brachstelle auf dem eigenen Grundstück - schon für einen Bruchteil der
Urlaubskasse lassen sich hier herrliche Oasen schaffen. Mehr noch: einmal
angelegt, bedarf es in jedem weiteren Jahr nur wenigen Geldes, um das Kleinod in
seiner Pracht zu erhalten; deutlich weniger, als üblicherweise für einen Urlaub
ausgegeben wird.
Ganz günstig kann man es mit einer Gartenberatung
beginnen lassen: für etwa zwei bis vier Stunden kommt ein Profi ins Haus,
begutachtet das Grundstück und erarbeitet mit Hilfe der Besitzer oder Bewohner
ein Konzept. Dieses wird dann, je nach Lust und Laune, eigenen Fertigkeiten und
Geldbeutel in Eigenarbeit umgesetzt oder durch eine Landschaftsbaufirma
ausgeführt.
Aus einer Gartenberatung kann bei Bedarf auch eine komplette
Gartenplanung werden, und selbst diese kann preislich noch mit vielen
Urlaubsbudgets konkurrieren. Ein Kurzurlaub kostet in der Regel bereits ein paar
hundert Euro, dafür erhält man auch schon eine ausführliche Gartenplanung.
Mehrere zehntausend Euro bezahlt mancher für weite und anspruchsvolle Reisen;
für den gleichen Preis gibt es im Garten bereits eine komplette Planung mit
professioneller Umsetzung. Und in dem großen Bereich dazwischen findet jeder die
für sich passende Lösung.
Man kann also trotz kleinen Budgets auf dem
eigenen, dem gemieteten oder gepachteten Grundstück ein großartiges
Urlaubsgefühl erleben und dabei auch noch den eigenen Ideen beim Wachsen und
Werden zusehen. Einmal in ihn investiert, bietet der Garten auch für kommende
Zeiten - Urlaub, lange Wochenenden, freie Tage - ein Refugium. Auch wenn die
Krise längst wieder vorbei sein wird, bleibt immer ein Platz, an dem sich
trefflich ausspannen läßt. Und das Gute daran: hier kann man selbst bestimmen,
wie der Urlaubsort aussehen soll. Mediterran, schottisch-steinig, streng
symmetrisch oder romantisch wuchernd - jegliche persönlichen Vorlieben lassen
sich einbeziehen. Hinzu kommt, dass der neue 'Urlaubsort' auch an jedem freien
Abend und langen Wochenende in Nullkommanichts erreichbar ist. Kein Warten auf
das Flugzeug, keine verspäteten oder überfüllten Züge, kein Kindergeschrei im
obligatorischen Stau: der Weg ist denkbar kurz, der CO2-Ausstoß geht gegen Null.
So günstig und umweltfreundlich war Urlaub noch nie.
Die Tourismusportale
haben bereits weniger Auslandsreisen registriert, die neue Devise lautet
stattdessen: nah, kurz, günstig. Bei einer Reise nach 'Balkonien' entfällt sogar
das kurzfristige Buchen. Doch seinen negativen Beigeschmack hat dieses Reiseziel
längst verloren: ein Aufenthalt im heimischen Grün kann durchaus mit den meisten
Feriendomizilen konkurrieren. Für notwendige Verbesserungen sorgen die
Fachleute, und wer heute schon mit der Planung beginnt, kann bereits zu Ostern
im neuen Garten seinen nächsten Urlaub verleben. Wer möchte nicht gern im
Frühling die Knospen sprießen sehen, den Sommer im Freien verbringen oder im
Herbst bunte Blätter sammeln? Im eigenen Garten macht man das ganze Jahr über
Urlaub an einem Ort, den man selbst gestalten kann. Eine Gartenberatung oder
Gartenplanung sind die Reservierungen und Buchungen für den Urlaub vor der
Haustür: nah, finanzierbar, krisensicher und ohne Staus oder Verspätungen
erreichbar.
Text:
www.gartenberatung.info
Im
Winter den Garten planen (07.01.2009)
Wer denkt schon an den Garten,
wenn es draußen
stürmt und schneit? Niemand, dabei ist die Zeit zwischen
Januar und März ideal,
um sich in Ruhe Gedanken über die Gestaltung des
„Wohnzimmers im Freien“ zu
machen. Bei Gartenberatern, Landschaftsarchitekten und
Landschaftsgärtnern
steht in dieser Zeit das Telefon still und wer am Anfang des Jahres den
Fachmann seiner Wahl anruft, wird einen entspannten, geduldigen
Gegenüber an
den Apparat bekommen. Gute Voraussetzungen, für den Garten
eine
maßgeschneiderte Lösung zu finden. Schon im April
nämlich, wenn die ersten
Sonnenstrahlen das Gemüt erwärmen, beginnt
explosionsartig die Saison. Alle
wollen zur gleichen Zeit den Garten gestalten und suchen dafür
Rat und
tatkräftige Unterstützung. Das kann zu Wartezeiten
und hektischer Abwicklung
bei den Profis führen.
Gerade wenn es darum geht, sich
über eine
Gartenplanung an den Garten der Träume heranzutasten
– und das sei jedem
empfohlen – gibt es Vorlaufzeiten. Wer weiß
schließlich schon auf Anhieb, wie
der Traumgarten aussehen soll. Entscheidungen zu fällen, die
Fakten für 15 oder
20 Jahre schaffen, sollten ein oder zwei Monate reifen dürfen.
Das ist ein
guter Grund, sich bereits vor der Saison auf die Gartenberatung oder
Gartenplanung
einzulassen. Schließlich kann es dann vielleicht noch vor
Frühjahrsanfang mit
der Umsetzung los gehen. Wenn andere anfangen die „Gelben
Seiten“ zu wälzen,
liegen die schnell Entschlossenen vielleicht schon im neuen Garten und
genießen
die Maisonne.
Ein guter Weg, schnell und
preisgünstig zum Garten der
Träume zu kommen, ist der Anruf bei einem Gartenberater. Den
finden Sie über
das Internet (z.B. über google, Stichwort
„Gartenberater“) in jeder Stadt und
gegen eine Anfahrtspauschale und ein Stundenhonorar (was sie beides
vorher mit
dem Gartenberater vereinbaren sollten) kommt der zu Ihnen nach Hause
und
erklärt Ihnen, was auf dem eigenen Grundstück alles
möglich ist. Was man dabei
aus dem eigenen Garten auch mit wenig Aufwand alles machen kann,
versetzt viele
Gartenbesitzer immer wieder in Erstaunen. Schließlich glauben
viele Menschen
immer noch, dass Traumgärten den Empfängern ganz
großer Einkommen vorbehalten
bleiben. In Wirklichkeit können aber auch ganz kleine
Gärten mit der richtigen
Idee ganz groß rauskommen. Und jeder Tag, an dem nicht gerade
Schnee liegt, ist
ein guter Tag, um einen Fachmann zu konsultieren.
Text:
www.gartenberatung.info
Träume
werden auf Papier konkret (09.11.2008)
Während
draußen noch die Schneeflocken fallen, nimmt am
Wohnzimmertisch bereits der neue Garten konkrete Formen an.
Landschaftsarchitekten helfen mit Gartenberatung und Gartenplanung den
eigenen
Träumen Gestalt zu verleihen.
Es
sei nur
etwas für große, teure Gärten, einen
Landschaftsarchitekten mit der Planung für
den eigenen Garten zu betrauen. So ist jedenfalls das oft zu
hörende Vorurteil.
Dabei sind die Fachleute in Sachen Grün auch Experten
für
kleine Ecken. Nach
Stunden bezahlt, helfen Gartenplaner bei der Suche nach dem Garten der
Träume.
Dabei muss es
nicht der große Auftrag sein. Genau wie ein Handwerker aus
dem Sanitärbereich
gleichzeitig für das komplett neue Bad oder den tropfenden
Wasserhahn kommt, so
stehen auch die Gartenfachleute für individuelle
Problemlösungen von ganz klein
bis ganz groß bereit.
Der Einstieg kann zum
Beispiel eine bezahlte Gartenberatung sein. Ein Anruf
genügt, um mit einem Experten einen Termin vor Ort zu machen.
Und nach
anderthalb oder zwei Stunden sind aus unausgesprochenen
Träumen bereits
konkrete Ideen geworden. Denn Zuhören ist ein wichtiger
Bestandteil des
Beratungsgespräches. So lassen sich auch verborgene
Gartenwünsche mit Hilfe der
Erfahrung des Planers konkretisieren. Weniger als 200 Euro kann es
kosten, sich
für die ersten Schritte zum neuen Garten professionelle Hilfe
zu holen. Wie
viel genau für eine kompetente Beratung bezahlt werden muss,
vereinbart man
vorher mit der Gartenberaterin oder dem Gartenberater. Und wer Freunden
oder
Verwandten zum Einzug etwas Gutes tun möchte: mit Hilfe eines
Gartenberatungsgutscheins lässt sich der fachliche Rat auch
verschenken.
Ganz gleich,
ob der Garten in Eigenregie gestaltet werden soll oder ein Garten- und
Landschaftsbaubetrieb mit den Ausführungsarbeiten betraut
wird: Es ist immer
ratsam eine Planung zu beauftragen. Einerseits verliert man mit dem
Plan nicht
den berühmten „Roten Faden“ aus den Augen,
anderseits gibt es eine verbindliche
Grundlage, wie der neue Garten einmal aussehen soll. Und je
früher die Planung
angelegt wird, desto mehr Zeit besteht, über alles in Ruhe
nachzudenken. Wenn
es ab März wieder hektisch zu werden beginnt, fehlt oft die
Muße, die
Ausführungsarbeiten zwischen Gartenbesitzer/-in und
Ausführungsbetrieb
ausreichend vorzuplanen.
Deshalb ist
bereits der Winter die richtige Zeit, mit einem Gartenberater oder
einem
Landschaftsarchitekten Kontakt aufzunehmen. Während
draußen die Flocken
rieseln, reift drinnen am Wohnzimmertisch der neue Garten auf dem
Papier. Und
schon ein Vorentwurf vermittelt einen sehr konkreten Eindruck, wohin
die Reise
im Frühling gehen soll.
Wie viel
Unterstützung letztlich gewünscht wird, entscheidet
alleine der Kunde: Vom
Beratungsgespräch bis zur Baubetreuung bieten
Landschaftsarchitekten alle
Leistungen auch separat an.
Ausgaben
für
Planung oder Beratung rechnen sich übrigens. Denn einerseits
sparen
Gartenbesitzer gewaltig Geld für falsche Pflanzen und
ungeeignete Baustoffe
sowie anderseits für Mehrkosten bei der Ausführung.
Zum Beispiel mit Hilfe
einer Ausschreibung, die den günstigsten unter qualitativ
gleichwertigen
Anbietern zum Zug kommen lässt, werden überteuerte
Dienstleistungen vermieden.
Text:
www.gartenberatung.info
Herbstlaub - Fluch oder Segen?
(01.10.2008)
Sie
stören
sich am Herbstlaub in Ihrem Garten? Das ist nicht
unverständlich.
Mit einem kleinen Perspektivenwechsel gewinnt das Falllaub jedoch neuen
Wert. Die Redaktion von Gartenberatung.info erklärt, weshalb
es
sich lohnt, den bunten Blättern mit Gleichmut zu begegnen.
Jetzt
fallen sie
wieder. Langsam aber stetig gleiten Blätter von
Bäumen und
Sträuchern, legen sich auf Staudenbeete und Rasen,
Bürgersteige, Zufahrten. Die Natur bereitet sich auf den
Winter
vor. Manchem Gartenbesitzer ist das schon zuviel geworden. Zornig hat
er sich von Laubgehölzen getrennt und sie - wenn
überhaupt -
durch Koniferen ersetzt. Aber ist das wirklich die einzige Antwort auf
fallende Blätter? Schließlich bereiten sich die
Laubgehölze nicht nur auf den Winter vor, wenn sie sich von
ihrem
Laub trennen, sondern planen schon die nächste
Vegetationsperiode.
Das Herbstlaub spielt dabei eine große Rolle.
Während
des
ablaufenden Jahres haben Bäume und Sträucher dem
Boden
Nährstoffe entzogen und in ihren Blättern
gespeichert. Mit
dem Abbau des Chlorophylls (und der damit einhergehenden
Herbstfärbung) wird ein Teil dieser Nährstoffe wieder
zurück in Stamm und Wurzel transportiert, um dort für
den
Neuaustrieb im Frühjahr gelagert zu werden. Viele Stoffe
verbleiben jedoch im Blatt und gehen den Gehölzen mit dem
Laubfall
verloren. Vornehmlich Kalzium (Ca) und Eisen (Fe) rieseln mit den
herbstlichen Blättern zu Boden. Da Kalziumentzug jedoch zu
Bodenversauerung führt, schätzen schlaue
Gärtner das
Herbstlaub als kostenlose und wichtige Kalk-Düngung
für den
Garten. Doch es sind nicht nur die Nährstoffe, die das
Herbstlaub
für den Garten so wertvoll machen. Die sich zersetzenden
Blätter bringen Humusstoffe ins Erdreich ein und tragen so zur
Aufwertung des Bodens bei. Ohne diese Stoffe sind Mikroorganismen und
Regenwürmer in ihrer Aktivität vermindert, der
biologische
Kreislauf wird verlangsamt oder gestört. Eine Mulchdecke aus
Herbstlaub bietet außerdem einen erhöhten Schutz
gegen
Verdunstung und aufkommendes Unkraut. Außerdem
schützt die
Blätterschicht vor Frost, Erosion und
Nährstoffauswaschung.
Praktische
Herbstlaubverwendung sieht daher so aus: Von Wegen, Plätzen
und
Rasen sollte das Laub entfernt und anschließend (um)gelagert
werden. Dies kann im Kompost oder auf einem separaten Laubhumushaufen
geschehen. Auf dem Kompost ist eine Mischung mit anderen
Bioabfällen, am besten Grasschnitt und Zweigen, ratsam. Auf
Staudenbeeten hingegen sollten die Blätter den Winter
über
als Schutz liegenbleiben. Gegebenenfalls ist ein niedriger Zaun
empfehlenswert, um das Laub auf den Beeten zu halten. Hier kann es bis
zum zeitigen Frühjahr verbleiben. Wenn die
Aufräumarbeiten
für das neue Gartenjahr beginnen, können bei Bedarf
die noch
vorhandenen Laubreste entfernt und möglichst kompostiert
werden.
Aber auch wer dazu keine Lust hat, wird vom Herbstlaub in den ersten
Wochen des neuen Jahres nicht mehr viel sehen. Die meisten
Blätter
sind dann ohnehin schon verschwunden: zersetzt oder von den
Regenwürmern in den Boden gezogen. Das übrige Laub
wird von
den austreibenden Stauden verdeckt und verrottet während der
nächsten Monate ungesehen im Schutze der Vegetation .
Nicht
alle
Blätter verschwinden gleich schnell und sind gleich gut
für
die Gartenpflanzen: Große Mengen von Kastanien- und Pappel-,
oder
hartem Walnuss- und Eichenlaub können ungünstig
für die
Stauden am Fuße der Bäume werden. Ein solcher
Laubkompost
braucht nicht ein sondern zwei Jahre für die Humusbildung.
Gegebenenfalls muss ein Teil davon entsorgt werden. Dies gilt auf jeden
Fall für das Laub von Gehölzen, das von ansteckenden
Pilzkrankheiten gezeichnet war.
Grundsätzlich
tut Laub aber dem Garten gut: Der Nährstoffkreislauf wird
erhalten
und die Pflanzen können frisch gestärkt neu
austreiben. Und
das alles, ohne dass ein Pfennig Geld ausgegeben werden muss.
Text:
www.gartenberatung.info
Das Tüpfelchen auf dem i
Zwiebelpflanzen vervollständigen die Planung im Staudenbeet.
(06.09.2009)
Noch stehen
die Hochsommerstauden in voller Pracht, und allen, die gut geplant
haben, lachen farbenfrohe Blütenstände sogar bis
Oktober oder gar zum Frost. Dann allerdings kommt die lange Winterruhe,
nur hier und da von einigen wenigen Farbtupfern unterbrochen:
Winterjasmin, Hamamelis, Christrosen. Damit es im Frühjahr
schon zeitig richtig bunt losgeht, sollten jetzt die Blumenzwiebeln in
die Erde kommen.
Blütenpause bis zum April, bevor es dann erst mit
frühen Stauden weitergeht? Aber nein!, meint Helmut Schlipf,
Gartenberater aus Schwäbisch-Hall und Mitglied im bundesweiten
Netzwerk www.gartenberatung.info.
In der Gärtnerei wird man zwar jetzt kaum noch
fündig, aber Das Schöne findet sich alles hier drin,
lacht Schlipf und zeigt auf einen Blumenzwiebelkatalog. Wer seinen
Garten möglichst rund ums Jahr in bunter Blütenpracht
erleben will, der nutzt den Spätsommer, um in Katalogen zu
stöbern und sich für das neue Gartenjahr eine
umfassende bunte Fülle in den Garten zu holen. Die Zeit
dafür ist reif, denn spätestens Ende Oktober sollte
man die Zwiebeln im Boden haben. Als Faustregel gilt:
Frühjahrsblüher werden im Herbst gesetzt,
Herbstblüher im Frühjahr. Alles, was bis zum
nächsten Sommer etwas werden soll, muss also noch in
Kürze in die Erde. Dort können die Zwiebeln neue
Wurzeln bilden und sich auf den Austrieb vorbereiten erklärt
der gelernte Gärtner den frühen Zeitpunkt.
Wie also soll der Garten im nächsten Jahr aussehen? Welche
Blume passt in Farbe und Größe wo in die vorhandene
Pflanzung? Da hilft es, sich einen Vorausblick über das
kommende Gartenjahr zu verschaffen: Starten tut der Reigen mit
Winterlingen (Eranthis), die im Januar und Februar ihre gelben
Köpfchen aus dem Schnee stecken. Aber auch, wenn das Wetter
mal wieder wenig winterliche Kapriolen schlägt, wirken die
glänzenden grünen Hochblätter schon wie ein
Versprechen auf das kommende Frühjahr sagt Antje Seeger,
Gartenarchitektin und Gartenberaterin aus Dresden. Partner
können Schneeglöckchen (Galanthus) sein, die farblich
gut harmonieren und mit ihrer etwas längeren
Blütezeit überleiten zu den Krokussen, den
Blausternen (Scilla) und Märzenbechern (Leucojum), mit
Blühzeit
im Februar und März. Danach wird es schon Zeit für
die bodendeckenden Anemonen (A. blanda (blau) und A. nemorosa
(weiß)), für Traubenhyazinthen (Muscari) und
Narzissen. Sie leiten den Frühling ein, und sobald dieser
begonnen hat, taucht auch das Gros der Wildtulpen im Garten auf.
Für den lange erwarteten Zeitpunkt ab April, wenn die
Beetstauden anfangen, zu grünen und zu blühen, ist es
sinnvoll, die dann erscheinenden Zwiebelpflanzen nicht mehr
großflächig sondern eher gezielt und als Hingucker
zu pflanzen. Kaiserkrone (Fritillaria imperials) wirkt einzeln genauso
gut wie in lockeren Gruppen. Ebenfalls mitten im Staudenbeet
überzeugen dann im Juni und Juli die zahlreichen Lilien. Hohe
Tulpen und Zierlauch hingegen machen sich auch vereinzelt gut. Sie
sollen Akzente setzen und davon ablenken, dass die
Blütenfülle des Hochsommers noch nicht erreicht ist.
Antje Seeger weist außerdem darauf hin, dass Zwiebeln gezielt
zwischen späte Stauden und Gräser gesetzt werden.
Wenn diese dann austreiben, verdecken sie mit ihren Blättern
das sich langsam braun färbende Grün der
Frühblüher: Der Übergang zwischen
Frühling und Sommer im Beet ist perfekt verlaufen.
Was wo gut hinpasst, kann man über die Jahre
natürlich selber ausprobieren. Wer einen guten Sinn
für Farbzusammenstellungen und eine hohe Vorstellungskraft
hat, kann quasi voraussehen, wie die Zwiebelblumen im nächsten
Jahr im Staudenbeet und unter den Gehölzen wirken werden. Wer
sich das nicht zutraut, findet Hilfe bei den Fachleuten von
Gartenberatung.info. Die professionellen Planer sind geübt
darin, Pflanzen zusammenzustellen und ein einheitliches Gartenbild zu
schaffen. Sie wissen immer, wie das hinterher aussieht sagt die Kundin
zur Gartenberaterin Kerstin Gruber, und genau deswegen frage ich Sie
bei der Bepflanzung um Rat. Dass die ausgesuchten Wildtulpen auch noch
ausgesprochen unproblematisch sind, ist für die Frau mit dem
Reihenhaus in Saarbrücken ein weiterer Pluspunkt für
die Beratung durch eine studierte Fachkraft. Ihr Garten setzt sich
längst von den anderen in der Straße ab, und
während die Nachbarinnen das neu angelegte Staudenbeet
bewundern, blättert sie mit der Planerin im
Blumenzwiebelkatalog und gerät über die eine oder
andere angebotene Pflanze in Entzücken. Die Gartenberatung,
die als eigenständige Leistung heutzutage immer öfter
angeboten wird, kann also auch einmal eine Zwiebelberatung sein. Denn
die Profis wissen auch, dass die Zwiebelblumen bei der Umsetzung einer
Planung oft vergessen werden. Das liegt daran, dass die meisten
Gärten nun einmal in der ersten Jahreshälfte angelegt
werden, und wer denkt da schon an das nächste
Frühjahr?
Das, so erläutert Kerstin Gruber, ist aber eigentlich gar
nicht so schlimm. Wenn man nach der Neuanlage nämlich zwei bis
drei Jahre wartet und dabei beobachtet, wie die neue Pflanzung sich
entwickelt, dann weiß man erst richtig, welche Blumenzwiebeln
an ausgesuchter Stelle im Garten besonders gut zur Geltung kommen. Die
Fachfrau hält die Pflanzen für das wichtigste
Accessoire in der Pflanzplanung. Die Umsetzung, so erklärt sie
weiter, ist denkbar einfach: nach Bestellung und Erhalt der Pflanzen
werden die Zwiebeln an die vorgesehene Stelle im Garten gesetzt. Bei
großflächiger Bepflanzung hilft es, die Knollen
auszuwerfen, weil dies ein natürliches Bild ergibt. Diese Art
und Weise wird meistens auf Rasenflächen genutzt. Unter
Sträuchern wirft man höchstens im kleinen Rahmen, und
im Staudenbeet wird punktgenau gesetzt. Bis auf wenige Ausnahmen gilt
dabei: die Pflanztiefe entspricht der zwei- bis dreifachen
Zwiebelgröße. Den Rest erledigt Mutter Natur. Wer
auf unerwartete Ereignisse steht, vergisst, was er eingepflanzt hat und
lässt sich überraschen. Andere mögen
minutiös aufzeichnen, was wo gesetzt wurde, um später
festzustellen, dass auch Zwiebelknollen ein Wanderdasein zu
führen scheinen. Wie man es auch immer hält: das
nächste Gartenjahr wird, dank Blumenzwiebeln, in jedem Fall
ein farbenfrohes Spektakel werden.
Pflanzen
für sandige und trockene Böden (06.02.2008)
Ganz gleich, ob die Diskussion um den Klimawandel Panikmache ist oder
nicht – Trinkwasser ist zu schade für den Garten.
Für
all jene, die Geld für Bewässerung sparen und
zugleich etwas
für die Umwelt tun wollen, gibt es einen alten
Gärtnertrick:
nutzen Sie die Anpassungsfähigkeit attraktiver
Hungerkünstler
aus dem Pflanzenreich.
Sparen
kann auch schön sein: silberhaarige Blätter, die in
der Sonne
glänzen, feinnadelige Halbsträucher und duftende
Würzkräuter – alle diese Pflanzen helfen,
im Garten
Wasser zu sparen , denn sie sind dort zuhause, wo die Sonne wochenlang
auf den Boden brennt, Regen nur selten vom Himmel fällt oder
die
Erde die Niederschläge nicht festhalten kann. Überall
dort,
wo die Natur den Pflanzen viel Zähigkeit abverlangt, haben
diese
sich im Laufe der Evolution auf das Unbill des Standorts eingestellt;
etwa durch behaarte Blätter oder dicke Wachsschichten, welche
die
Blattoberseite vor den austrocknenden Sonnenstrahlen schützen,
oder durch Wasser speicherndes Gewebe und tief in den Untergrund
reichendes Wurzelwerk. Die Pflanzenwelt kennt viele Strategien, an
trockenen Standorten zu überleben.
Extreme
Standorte gibt es überall. Niemand muss in die Wüste
fahren,
um Hungerkünstler aus der Pflanzenwelt kennenzulernen. Dort,
wo
die Eiszeiten feine Sande abgelagert haben, wachsen Gräser,
deren
Halme mit grauen Wachsschichten überzogen sind.
Einjährige
Kräuter krönen ihr kurzes Leben auf den
sommertrockenen
Dünen mit einer üppiger Blüte und erscheinen
im
Folgejahr an anderer Stelle wieder. Dickfleischige Fetthennen speichern
Wasser für schlechte Zeiten und überdauern so
längere
Perioden ohne Niederschlag. Nicht von der afrikanischen Wüste
ist
dabei die Rede, sondern von Brachflächen rund um Berlin,
Frankfurt, Hannover oder Nürnberg. Jeder spezielle
Trockenstandort
hat eigene Überlebenskünstler hervorgebracht.
Diese
Vielfalt
bietet auch für die Gartengestaltung reiche Auswahl. Thomas
Englisch, Gartenberater aus Mainz kann gleich eine ganze Reihe toller
Arten aufzählen, die sich für die Bepflanzung
sandiger
Böden anbieten. Schwertlilien mit graugrünen
Blättern
sind in Trockenrasen zuhause und begeistern im Garten mit blauen,
gelben, weißen oder vielfarbigen Blüten. Tulpen,
Laucharten
und andere Kleinblumenzwiebeln überdauern in den
Steppengebieten
Zentralasiens die heißen Sommer als Zwiebel im Boden: bei uns
sind sie zu unverzichtbaren Frühlingsblumen geworden. Goldmohn
überzieht die trockenen Hügel des kalifornischen
Berglandes,
und die schrill-gelben oder orangen Blüten öffnen
sich auch
im Garten zuverlässig – wenn der Boden guten
Wasserabzug
bietet. Mediterrane Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Salbei,
Thymian und Ysop sind auch in ihrer Heimat Trockenheit gewohnt. Selbst
heimische und eingebürgerte Gehölze wie Rosen,
Felsenbirnen,
Flieder oder Wacholder brauchen kein Wasser aus dem Schlauch, denn sie
versorgen sich durch tiefreichende Wurzeln ganz von alleine.
Viele
dieser Pflanzen ermuntern nicht nur zum Wasser sparen, meint Thomas
Englisch: “Sie fordern regelrecht die
Vernachlässigung und
zeigen ihre volle Schönheit nur dann, wenn man sie nicht durch
zuviel Wasser, Dünger und fetten Boden krank macht”.
Das,
was für die einen schlechter Boden ist, ist für die
andere
möglicherweise das beste Pflanzbett. Sand und Kies, Splitt und
Schotter leiten Niederschläge nicht nur schnell in Richtung
Grundwasser, sie bewahren die Feuchtigkeitsflüchter vor
faulenden
Wurzeln.
Aber
natürlich ist die wassersparende Bepflanzung nicht nur etwas
für Kostenbewusste, sondern genauso etwas für
Sonnenanbeter.
Viele der graulaubigen Pflanzen mit ihren intensiv gefärbten
Blüten verströmen die Stimmung der
sonnenverwöhnten
Landstriche, aus denen sie stammen. Es fühlt sich gewaltig
nach
Urlaub an, wenn an heißen Sommertagen Samenkapseln der
Kreuz-Wolfsmilch mit lautem Klacken aufspringen oder die
ätherischen Öle über den Blättern
von Thymian und
Lavendel aufsteigen; wenn alles nach Buchsbaum riecht, wenn Bienen und
Hummeln zwischen den Blüten umherfliegen.
Das
lässt
sich auch noch durch die Gestaltung unterstreichen, erklärt
Thomas
Englisch: “Mauern aus trocken aufgeschichteten Natursteinen
sowie
Kiesflächen bieten nicht nur tolle Pflanzplätze
für
Arten, die gerne trocken stehen, sondern strahlen zugleich eine
herrlich warme Atmosphäre aus”.
Dabei
bedarf es keiner Magie, den Garten zur wassersparenden Urlaubsoase
umzugestalten; nur erlernter Gartenkunst. Und die kann für
jeden
Wirklichkeit werden, der einmal mit einem Fachmann respektive einer
Fachfrau in Form einer Gartenberatung die individuellen
Möglichkeiten seines eigenen Gartens ausgelotet hat. Thomas
Englisch zum Beispiel, Mitglied eines dichten, den ganzen
deutschsprachigen Raum überspannenden Netzwerkes, kann ihren
Gartenkunden im Rhein-Main-Gebiet schon im ersten Gespräch
zahlreiche Hilfestellungen geben. Seine Beratung ist erschwinglich und
hilft bei den ersten Schritten zum neuen Garten; ganz gleich, ob der
mit den eigenen Händen oder mit Hilfe eines
Landschaftsgärtners verwirklicht werden soll.
„Manchmal
ist es nur
eine Gartenecke“ (22.12.2007)
Oft beginnt alles mit einer
Ecke im Garten.
Die scheint irgendwie nicht mehr zu passen und fordert zur Umgestaltung
heraus. Aber was mit einer Gartenecke
begann, zieht ganz schnell weite Kreise. Denn wer schon einmal begonnen
hat, im
Garten gestalterisch Hand anzulegen, bekommt schnell Lust auf mehr. Und
so kann
aus der Gartenecke in kurzer Zeit der neue Wohngarten werden.
Aber auch die
Ecke alleine kann eine Herausforderung sein,
denn je kleiner das „Stück Erde“, desto
schwieriger das Konzept. Dabei lässt
sich mit fachlichem Rat aus berufenem Munde auch der kleinste
Gartenzipfel zu
einem „Traumgarten im Miniaturformat“ gestalten.
Ein paar Natursteine, ein
Stück Mauer, ein paar Buchskugeln und eine geschickte
Kombination von Stauden
verleiht auch scheinbar wertlosen Randbereichen ein attraktives
Gesicht.
Schließlich helfen ein paar gestalterische Kniffe die
Räume geschickt zu
vergrößern, Perspektiven zu schaffen und der
begrenzten Fläche Tiefe zu geben.
Aber für eine
Gartenecke gleich einen Fachmann
holen? Weshalb nicht. Eine Gartenberaterin oder einen Gartenberater
gibt es
mittlerweile in praktisch jeder Stadt, die Wege sind also kurz. Da
lohnt das
Beratungsgespräch schon alleine wegen des fachlichen
Austausches. Schließlich
gibt es da endlich mal einen Ansprechpartner, der alle fachlichen
Fragen vor
Ort beantworten kann und nicht gleich eine ganze Anlage verkaufen will.
Und wer
weiß: Vielleicht ist es am Ende doch der ganze Garten, der
ein neues Gesicht bekommt.
Grüne
Berufe: Wer macht was im Garten? (12.03.2007)
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| Wer über Dienstleistungen im Garten
schreibt oder berichtet, sieht sich einer Fülle von
Berufsbezeichnung gegenüber, deren Zuordnung zu einzelnen
Leistungen gar nicht so einfach ist. Gerade dieses Durcheinander
verunsichert auch viele Gartenbesitzer. Wer macht denn nun was im
Garten?
Internetportal verschafft
Überblick
Landschaftsarchitekten...
... (auch
"Gartenarchitekten" oder "Garten- und Landschaftsarchitekten") haben
nicht nur ein Studium der Landschaftsarchitektur (früher auch
Landespflege oder Landschafts- und Freiraumplanung) absolviert und mit
Diplom abgeschlossen (neuerdings auch mit Bachelor oder Master),
sondern sind zusätzlich in einer Architektenkammer oder
Wirtschaftskammer eingetragen.
Nur dann
dürfen Sie die Berufsbezeichnung Architekt führen.
Ihr Tätigkeitsfeld ist sehr groß und reicht von der
Gartenplanung bis zum Naturschutz. In der Vergangenheit war nur ein
kleiner Teil der Landschaftsarchitekten mit Privatgartenplanungen
beschäftigt. Ihr Prozentsatz hat mittlerweile stark
zugenommen.
Der
Arbeitsschwerpunkt von Landschaftsarchitektinnen und
Landschafts-architekten ist die Planung (also die Idee) und die
Baubetreuung (Überwachung der Umsetzung einer Idee).
Landschaftsarchitekten arbeiten in der Regel in
Landschaftsarchitekturbüros, entweder angestellt oder als
"Freie Landschaftsarchitekten".
Landschaftsgärtner...
... haben eine
Lehre im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) absolviert und sich
gegebenenfalls über einen Meister- oder Technikerlehrgang
fortgebildet. Seit einiger Zeit kann man Landschaftsbau auch studieren.
Landschaftsgärtner
lernen in ihrer Ausbildung bautechnische Aufgaben zu lösen,
etwa einen Plan in die Praxis umzusetzen. Dazu müssen sie
zahlreiche Bautechniken beherrschen, etwa das fachgerechte Befestigen
von Wegen und Plätzen, das Bauen von Mauern, das Anlegen von
Rasenflächen oder das Pflanzen von Stauden und
Gehölzen.
Zusätzlich
müssen Sie sich mit allen Gewerken beschäftigen, die
im Garten Bedeutung haben, also die Arbeit mit Holz, Stahl, Naturstein
oder Beton. Außerdem sind sie qualifizierte
Pflegekräfte. Landschaftsgärtner arbeiten in Garten-
und Landschaftsbaubetrieben, die zunehmend auch Landschafts-architekten
oder Diplomingenieure der Landschaftsarchitektur beschäftigen,
um neben der Ausführung qualifizierte Planung anbieten zu
können.
Gartenberater
...
... ist keine
geschützte Berufsbezeichnung. Gartenberater können
sich auch ohne Ausbildung berufen fühlen, sich mit dem Garten
zu beschäftigen. Qualifizierte Gartenberater, wie sie sich im
Netzwerk www.gartenberatung.info zusammengeschlossen haben,
verfügen dagegen fast ausschließlich über
einen Studienabschluss und sind zu einem hohen Prozentsatz auch als
Landschaftsarchitekten eingetragen.
Sie
gewährleisten eine kompetente Beratung und helfen damit
Hemm-schwellen bei der Kontaktaufnahme zum Profi abzubauen, sie sind
also Mittler zwischen Kunde, Landschaftsarchitekt und
Landschaftsgärtner und ermöglichen auch die Hilfe zur
Selbsthilfe.
Gartenplaner
...
... ist keine
geschützte Berufsbezeichnung und kann deshalb von jedem
genutzt werden, der sich mit dem Thema Garten beschäftigen
möchte. Oft bezeichnen sich aber Diplomingenieure der
Landschaftsarchitektur als "Gartenplaner", weil sie die Bezeichnung
"Landschaftsarchitekt" erst führen dürfen, wenn sie
sich in eine Kammer haben eintragen lassen.
Gärtner
...
... ist eine
allgemeine Bezeichnung für einen Beruf, der sich heute in
unterschiedliche Sparten diversifiziert hat. Einen universalen
"Gärtner" gibt es also gar nicht mehr, sondern Zierpflanzengärtner,
die sich mit der Produktion von Zierpflanzen beschäftigen, Landschaftsgärtner
als Dienstleister im Garten- und Landschaftsbau, Friedhofsgärtner
als Helfer bei Grabgestaltung und Grabpflege und Staudengärtner
als Produzenten winterharter, krautiger Zierpflanzen für den
Garten und das öffentliche Grün.
Gärtner im
weiteren Sinne sind auch Baumschuler,
als Produzenten von Gehölzen. Als "Stadt-Gärtner"
werden umgangssprachlich außerdem Arbeiter kommunaler
Einrichtungen bezeichnet, die meist eine Ausbildung in einem der zuvor
beschriebenen Berufe genossen haben und mit der Pflege des
öffentlichen Grüns betraut sind.
Gartenbauingenieur
...
... ist die
Berufsbezeichnung für jemanden, der ein Studium der
Gartenbauwissenschaften an einer Uni oder einer Fachhochschule
abgeschlossen hat. Auch wenn "Gartenbau" sehr danach klingt: Mit dem
Hausgarten hat dieser Wissenschaftszweig wenig zu tun. Vielmehr
beschäftigen sich Gartenbauingenieure mit den Teilbereichen
gärtnerischer Produktion, etwa der Düngung, dem
Pflanzenschutz und der Kulturführung einzelner Zier- und
Kulturpflanzen.
Der
umgangssprachliche Begriff "Gartenbauer"
zielt in der Regel auf einen Landschaftsgärtner, ist aber
sachlich falsch, weil "Gartenbau" zumindest in Deutschland eben
produzierende Tätigkeiten umfasst und nicht
handwerklich-gestalterische (In der Schweiz wird der Begriff nach wie
vor weiter gefasst). Das gilt ebenso für den "Gartenbauarchitekt",
der heute schlicht "Landschaftsarchitekt" heißt.
Quelle:
www.gartenberatung.info
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